Bildschirmfoto 2015-09-21 um 10.58.30Sportler und ihr Social Media Auftritt

Social Media Plattformen sind dazu da, um mit den Fans und in weiterer Folge Kunden zu interagieren und richtig zu kommunizieren. Speziell im Bereich von Profifußballern und Sportlern allgemein, gibt es aber massives Nachholpotential. Der Großteil der deutschen Athleten und Athletinnen betreibt hier eine sehr einseitige, uninspirierte Kommunikation. Es gibt aber auch positiv Beispiele. Bastian Schweinsteiger und sein medialer Betreuerstab beispielsweise, wissen es immer wieder zu Interagieren und richtig auf gewisse Fan-Impulse zu reagieren. Ebenso Weggefährte Felix Neureuther oder der österreichische Schi-Star Marcel Hirscher.

Was ich bedenken muss, um richtige Informationen für Marketing-Aktionen und für die Aussendarstellung zu erhalten: Das Social Web beinhaltet drei zentrale Handlungskomponenten: Identitätsmanagement, Beziehungsmanagement und Informationsmanagement (vgl. Hasebrink/Paus-Hasebrink/Schmid 2010: 337).

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1. Identitätsmanagement

Unter Identitätsmanagement versteht man den Aufbau bzw. die Verwaltung der eigenen Identität, die Aspekte der eigenen Person zugänglich machen sollen. Dies kann das einfache Erstellen eines Facebook Profils mit der Bereitstellung persönlicher Daten und Angaben über die eigenen Person sein, wie auch das direkte Interagieren in Form von Uploads bestimmter Bilder, Videos und sonstiger aktiver kommunikativer Handlungen (vgl. Schmidt 2011: 76).
Hier gilt es auch zu analysieren wie die Seiten der einzelnen Spieler betreffend den Identitätsmanagements betrieben werden. Die Präsentation nach aussen hin – den Fans gegenüber – spielt hier eine große Rolle. Es gilt zu untersuchen, wie die Selbstreflexion geführt wird, in sportlichen Erfolg, wie auch Misserfolg und ob die Facebook Profile deutlichen Kommerzialisierungsversuchen unterliegen (vgl. Schmidt 2011: 78).

2. Beziehungsmanagement

Das Beziehungsmanagement ist im Social Media Auftritt untrennbar mit dem Identitätsmanagement verflochten (vgl. Schmidt 2011: 86). Unter Beziehungsmanagement ist der Aufbau und die Pflege zwischenmenschlicher Beziehung via Social Media Kanäle zu verstehen. Dies setzt voraus, dass Facebook User und Userinnen zuerst mit dem Fußballer „in Beziehung treten“ indem sie ihn auf Facebook liken. In Folge dessen, kann ihnen das Gefühl einer Interaktion, bzw. einer direkten Kommunikation mit ihrem Star.

3. Informationsmanagement

Der entscheidende Faktor beim Informationsmanagement ist der Dialog. Fußballer bzw. deren Kommunikationstreibende im Social Media Bereich dürfen Fans und Follower nicht als reine Rezipienten wahrnehmen, sondern die Möglichkeit nutzen um mit den Fans zu interagieren. Zum einen sollen User und Userinnen die Möglichkeit haben, für sie relevante Informationen zu filtern und selektieren (vgl. Schmidt 2011: 104) und Fußballer gezielt Informationen an die Fans zu kommunizieren, zum anderen sollen Social Media.
Plattformen aber auch gezielt dazu genutzt werden, um bestimmte Information von den Fans zu generieren. Der Fan soll die Möglichkeit haben, bestimmte Inhalte und Informationen auf der Facebook Seite des Fußballers zu posten und somit das Gefühl zu bekommen, wahrgenommen zu werden und ein gleichberechtigter Kommunikationspartner zu sein.

Somit ist es in weiterer Folge auch sinnvoll für Fußballer und deren Kommunikationstreibende, Inhalte auf deren Facebookseite auch wahrzunehmen und Informationen daraus zu erhalten. Gezielt kann dies auch beispielsweise durch Votings, Umfragen mit Gewinnspielen etc. initiiert werden.

11713665_750727288371901_856761243507117796_oDurch die gezielte Interaktion der Sportlern mit den Usern auf Blogs, Twitter, sozialen Netzwerken und Webseiten, werden diese häufiger mit dem Namen der Athleten konfrontiert, was in weiterer Folge einen positiven Effekt auf die Reichweite und Bekanntheit, folglich der Präsenz hat. Da die Antworten oder Kommentare seitens Verfasser auf einen bestimmten Nutzerbeitrag hin in einem gewissen Rahmen oder auch unbeschränkt öffentlich zugänglich sind, ist es möglich, dass die Information von Beitragserstellern und Beitragserstellerinnen und darüber hinaus auch von vielen weiteren Teilnehmern gelesen werden kann. Die Ausstrahlungseffekte in die Öffentlichkeit potenzieren somit die Wirkung des individuellen Dialogs. Sportler welche auf Facebook aktiv sind, können somit durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen ihre Bekanntheit steigern, was sich in weiterer Folge positiv auf ihre Prestige, Bekanntheit und Interaktionsmöglichkeiten mit den Fans auswirkt (vgl. Hettler 2010: 117).

 

It’s not tech that chances the world. People do. Let’s work with people.